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MEDIEVAL PILGRIM BADGES. PROSPECTS OF EUROPEAN RESEARCH
PERSPEKTIVEN DER EUROPÄISCHEN PILGERZEICHENFORSCHUNG
Conference of / Tagung des
Umìleckoprùmyslové museum v Praze
in collaboration with / in Zusammenarbeit mit
Kunstgewerbemuseum Berlin
Faculteit der Letteren der Radboud Universiteit Nijmegen
Centrum medievistických studií / Centre for Medieval Studies, Praha
Praha / Prage / Prag, 21.–24. April 2010
Pilgerzeichen waren im Hoch- und Spätmittelalter als seriell gefertigtes Massenprodukt europaweit verbreitet. Ihre Erforschung umfasst ein breites Spektrum an kulturwissenschaftlichen Aussagemöglichkeiten, das von einzigartigen Mobilitätsdaten bis zu Beschreibung von Frömmigkeitsbewegungen oder der Verbreitung von ikonografischen Typen durch dieses Massenbildmedium reicht.
Die Erforschung dieser Metallgüsse lässt sich freilich nur als interdisziplinäres und zwischen den europäischen Ländern vernetztes Unternehmen betreiben, was bisher selten gelang.
In Anknüpfung an ein Symposium zum Gedenken an Kurt Köster, den Nestor der europäischen Pilgerzeichenforschung, das im November 2006 in Berlin stattfand, soll der damals begonnene Austausch zwischen den an diesem Thema interessierten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen europäischen Ländern durch eine größere Nachfolgeveranstaltung weitergeführt und intensiviert werden. Die Konferenz wird sich mit zwei regionalen Schwerpunkten beschäftigen: dem südlichen Baltikum und dem Alpen-Donau-Raum. Einen dritten Fokus bildet die bedeutende Sammlung französischer Pilgerzeichen, die heute getrennt im Umìleckoprùmyslové museum (Kunstgewerbemuseum) und im Národní muzeum (Nationalmuseum) Prag bewahrt wird. Der Sammlungsteil im Národní muzeum wird in diesem Rahmen erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt. Die Tagung wird gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung.
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